Jedermann 2020

Alle ihr! An alle, die das Theaterspielen genauso lieben wie wir! Ihr seid gemeint! An alle, die gerne Rollen gestalten! An alle, die gern hinter der Bühne werkeln, bauen, zimmern … nähen, kleben, malen …!
(Wer?)
Wir – das ist eine stattliche Anzahl leidenschaftlicher Aktiver. Wir haben es uns in den Kopf gesetzt, ein weiteres großes Theater-Projekt auf die Beine zu stellen!
Wollen wir zusammenbleiben und noch andere begeistern, dieses Mal mitzuwirken, dann heißt es, zu werben…! Den August im Jahre 2020 haben wir uns ausgeguckt; dann sind die Nächte sicher noch warm und die richtige Zeit für unser riesen Spektakel…
(Was?)
Jedermann!
(Wo?)
Aufführen wollen wir das Stück von Hugo von Hoffmansthal vor dem Langfördener Dom.
(Wie?)
Mit über hundertfünfzig Mitwirkenden…
(Warum?)
Euch möchten wir einbinden. Habt ihr Lust? So meldet euch!…

Alle ihr! Wir wollen Jedermann aufführen! Mit euch!

Autor 
Hugo von Hoffmannsthal hat es neu geschrieben und durch Max Reinhardt zur Aufführung gebracht. Seit 1920 ist es in Salzburg Tradition, diese Geschichte vom Leben und Sterben des reichen Mannes mit den besten deutschesprachigen Schauspielern vor dem Dom zu präsentieren.
Der Text ist in Reimform geschrieben. Die Handlung verläuft einerseits einfach und geradlinig, andererseits ist sie durch viele symbolische Elemente, die auch als darstellende Personen gekennzeichnet sind, sehr anspruchsvoll. Jedermann kann sich als Zuschauer unauffällig zurücklehnen und den Ablauf passiv auf sich einwirken lassen, aber er kann sich auch wiedererkennen und aktiv mit sich selbst auseinandersetzen.

Inhalt
Das Spiel vom Jedermann ist in seinem Ursprung ein mittelalterliches Mysterium. Der reiche Jedermann ist nicht bereit, anderen von seinem Geld abzugeben.Er gibt es ausschließlich für sein Vergnügen aus: Die Freundin wird ausgehalten, viele Gäste zu einem Mahl eingeladen. Da tritt, zuerst fast unmerklich, dann bis zu seinem Lebensende in unterschiedlichen Erscheinungsformen und ihren jeweiligen Auswirkungen, der Tod an ihn heran. Er muss nun vor Gott Rechenschaft ablegen. Da merkt er, dass er so gut wie keine guten Werke vorzuweisen hat und auch der Glaube Mühe hat, wieder in seine Nähe zu kommen. Stattdessen waren immer Geld und Gut, der Mammon, sein Abgott, von dem er nun abhängig geworden ist. In sich langsam steigernder Verzweiflung sucht er schließlich einen Begleiter für seine unausweichlich letzte Reise – umsonst. Niemand von all den bisherigen Freunden und Verwandten hilft ihm.

Allein, aber endlich reumütig geht er, vorbei an einer letzten Versuchung des Teufels, in Gottes Reich ein.

Spielort
Mitten im Ort Langförden steht die große, in ihrem Ursprung fast 1000jährige katholischen Kirche. Sie wird von den Einheimischen gerne der „Langfördener Dom“ genannt, da sie über zwei Türme verfügt. Der dritte, ganz aus Feldsteinen errichtete Turm, steht im harmonischen Bild als markantes Zeugnis der Vergangenheit daneben.

Vor dieser beeindruckenden Kulisse ist gespielt worden.

Da die Kirche mitsamt ihrem Friedhof von einem Park mit großen alten Bäumen eingerahmt wird, wurde ringsherum ein historischer Markt aufgebaut, der es den Zuschauern erleichterte, sich ins Mittelalter hineinzuversetzen. 

 

Mitwirkende

  Ensemble 1 Ensemble 2
Jedermann    
Mutter    
Knecht der Mutter    
Gesell    
Buhlschaft    
Blumenmädchen    
Schuldknecht    
Schuldknechts Frau    
Schuldknechts Kinder    
Büttel    
Armer Nachbar    
Hausvogt    
Tod    
Dicker Vetter    
Dünner Vetter    
Koch    
Mammon    
Werke    
Glaube    
Teufel    
Fräuleins  
Tischgesellen    
Knechte  
Engel  
Buben und Mädchen  
Musiker  
Chor  
Herold    
– – – – – – – – –    
Regie Sigrid Heising  
Souffleusen    
Kostüme  
Maske  
Technik  
Tontechnikassistenz  
Tribünenbau  
Requisite    
Bühnenbild Sigrid Heising  
Veranstalter Langfördener Jedermann e.V.  
Geschäftsführer    
Historischer Markt Sigrid Heising